Wie die Besteuerung von Investmentfonds aussieht

Wer sich für die Geldanlage in Investmentfonds entscheidet, sollte sich auch über die steuerlichen Implikationen im Klaren sein. Diese betreffen neben Dividenden auch Kursgewinne und Zinsen.

Die Besteuerung von Investmentfonds weist eine gewisse Komplexität auf, da bei dieser Anlageform die Einkünfte nicht nur aus einer, sondern mehreren Quellen zufließen.Dieser Umstand ist vielen Käufern von Fondsanteilen nicht bewusst. Zu diesen möglichen Einnahmenquellen gehören neben den üblichen Dividenden auch Zinsen und möglicherweise auch Einkünfte aus Vermietung bei bestimmten Investmentgesellschaften. Versteuert werden diese Gewinne mit dem persönlichen Einkommensteuersatz auf der Ebene des Anlegers. Dieser sollte also grundsätzlich über steuerliche Auswirkungen informiert sein.

Bei Aktienfonds sind mögliche Kursgewinne steuerfrei, wenn diese innerhalb des Fonds realisiert werden.

Der Anleger muss bei der Gewinnausschüttung Kursgewinne innerhalb eines Jahres zu hundert Prozent versteuern, Dividenden jedoch nur zur Hälfte. Bei Rentenfonds unterliegt der Gewinn nicht der einheitlichen Abgeltungssteuer, sondern der progressiven Einkommensteuer. Bei geschlossenen Fonds kommt bei Dividenden das Halbeinkünfteverfahren zur Anwendung.

15. Februar 2011